Neues Suchverhalten
Vielleicht stellt unser nächster Kunde seine Frage nicht mehr so:
„TYPO3 Webagentur Österreich“
Sondern so:
„Welche Webagentur in Österreich hat nachweislich Erfahrung mit TYPO3-Projekten für mittelständische Industrieunternehmen?“
Und zwar nicht in der klassischen Google Suche, sondern in ChatGPT, Perplexity oder Gemini. Die Antwort kommt als fertiger Text, mit ein paar Quellen darunter und oft mit konkreten Namen. Welche Anbieter dort auftauchen, entscheidet sich nicht im Gespräch, sondern davor.
Wir haben uns beim Relaunch von siwa.at deshalb gefragt: Was können wir technisch tun, damit KI-Systeme unsere Inhalte sauber lesen? Und was davon ist belegt – statt nur behauptet?
Wichtiger Hinweis: Technologien, Standards und Aussagen der Anbieter rund um KI-Suche verändern sich derzeit extrem schnell. Alles in diesem Artikel gibt den Stand von Oktober 2026 wieder. Was heute nicht belegt ist oder nichts bringt, kann sich in wenigen Monaten ändern, und umgekehrt.
KI-Assistenten ersetzen Google nicht, aber sie sind für viele ein zusätzlicher Einstieg in die Recherche geworden. Gerade bei komplexen Fragen wie „Wer kann X für Branche Y?“ ist eine fertige Antwort bequemer als zehn blaue Links.
Was heißt das für dich als Unternehmer*in: Es reicht nicht mehr, nur zu fragen, wo man bei Google steht. Man sollte auch wissen, ob und wie man in KI-Antworten vorkommt – und ob dort korrekt wiedergegeben wird, was man anbietet.
Was KI-Systeme wirklich brauchen
Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Es gibt kein separates „KI-Ranking“, das man mit einem Trick knacken kann. Googles KI-Antworten (AI Overviews, AI Mode) greifen auf denselben Index zu wie die normale Suche. Andere KI-Suchen stützen sich ebenfalls großteils auf klassische Websuche und lesen dabei ganz normales HTML.
Was also zuerst zählt: Zugang, klare Inhalte, Saubere Struktur und konkrete Aussagen. Wer das nicht hat, gewinnt auch mit KI-Spezialdateien nichts. Wer es hat, kann eine zusätzliche Schicht obendrauf setzen. Genau das haben wir getan.
KI-Crawler dürfen nicht per robots.txt oder Bot-Schutz ausgesperrt sein.
Sinnvolle Überschriften, semantisches HTML, ehrliche strukturierte Daten
Die Antwort steht oben auf der Seite, nicht im fünften Absatz.
Referenzen, Branchen, Leistungen – so formuliert, dass man sie zitieren kann.
Unsere Website sprich zwei Sprachen
Unsere Website spricht jetzt zwei Sprachen: HTML für Menschen und Browser, Markdown für Maschinen.
Unter /llms.txt liegt eine kompakte Textdatei: wer wir sind, was wir anbieten, welche Seiten wichtig sind. Das Format folgt dem llms.txt-Vorschlag – ähnlich einer sitemap.xml, nur für Sprachmodelle.
Hängt man .md an eine URL, kommt der Seiteninhalt ohne Navigation, Layout, Cookie-Banner oder Skripte.
Pro Seite lässt sich festlegen, wie sie beschrieben wird, wie wichtig sie ist und ob sie im Index auftaucht.
Ändert die Redaktion einen Text, ist die Textversion sofort aktuell. Kein zweiter Pflegeaufwand, kein externer Dienst.
Der letzte Punkt ist uns wichtig: Eine zweite, händisch gepflegte Version für Maschinen veraltet früher oder später. Dann liest eine KI im schlimmsten Fall alte Preise oder Leistungen. Deshalb entsteht alles aus derselben Quelle wie die normale Seite.
Planst du auch einen Relaunch oder möchtest deine Website für die Ära der KI-Agenten fit machen?
Wir helfen dir dabei, eine Strategie zu entwickeln, die nicht auf Hype setzt, sondern auf messbare Grundlagen. Lass uns gemeinsam prüfen, wie wir deine Sichtbarkeit in der neuen Suche sichern können.
Jetzt unverbindlich anfragen
Kurz gesagt: Für deine Sichtbarkeit in Google bringt llms.txt nichts. Wer dir etwas anderes verspricht, hat dafür keine Belege.
Das sagt nicht nur unsere Einschätzung, das sagt Google selbst. Im Mai 2026 hat Google erstmals einen Leitfaden zur Optimierung für KI-Suche veröffentlicht. Darin steht llms.txt ausdrücklich bei den Dingen, die man für AI Overviews und AI Mode nicht braucht. Im Juni wurde ergänzt: Auch Markdown-Versionen oder andere maschinenlesbare KI-Dateien nutzt die Google-Suche nicht. Sie schaden aber auch nicht.
Auch die Logdaten sind ernüchternd. Mehrere unabhängige Auswertungen zeigen, dass KI-Crawler die Datei kaum abrufen. In einem 90-Tage-Test kamen von über 62.000 KI-Bot-Zugriffen nur 84 auf die llms.txt – rund 0,1 Prozent. Kein großer KI-Anbieter hat sich öffentlich dazu bekannt, die Datei zu nutzen.
Es gibt aber einen Bereich, in dem sich etwas tut: KI-Agenten. Also Assistenten, die selbstständig Websites besuchen, um etwas zu recherchieren oder zu erledigen. Googles eigenes Chrome-Team prüft llms.txt inzwischen in einem experimentellen Lighthouse-Audit für „Agentic Browsing“. Unter den benannten KI-Tools, die die Datei abrufen, liegen laut Ahrefs OpenAIs GPTBot (ein Trainings-Crawler) und Anthropics Claude Code (ein Coding-Agent) vorne. Insgesamt kamen aber nur rund 19,5 Prozent der Abrufe von benannten KI-Tools, und 97 Prozent der llms.txt-Dateien wurden im Mai 2026 gar nicht abgerufen. Ein Abruf heißt außerdem nicht, dass der Inhalt gelesen oder genutzt wird.
Die ehrliche Einordnung lautet also: kein Hebel für Rankings, aber eine günstige Vorbereitung auf Agenten, die Websites direkt lesen.
01 – Agenten werden mehr. Wenn Assistenten künftig selbstständig Anbieter vergleichen oder Anfragen vorbereiten, hilft ihnen ein sauberer Einstiegspunkt und Inhalt ohne Ballast. Wie schnell das kommt, weiß niemand. Vorbereitet zu sein, kostet wenig.
02 – Der Aufwand ist überschaubar. In TYPO3 einmal sauber integriert, läuft alles automatisch mit. Kein zusätzlicher Pflegeaufwand, kein Risiko für die bestehende Seite.
03 – Wir beraten dazu. Kund*innen fragen uns, was an KI-Optimierung dran ist. Das können wir nur glaubwürdig beantworten, wenn wir es selbst umgesetzt und durchdacht haben – inklusive der Teile, die nicht halten, was versprochen wird.
Die Reihenfolge ist entscheidend: erst die Grundlagen, dann die Zusatzschicht.
robots.txt und Bot-Einstellungen beim Hoster oder CDN.
Klare Aussagen zu Leistungen, Branchen und Referenzen, die Antwort zuerst.
Semantisches HTML, gute Struktur, schnelle Ladezeiten – das wirkt für Google und KI gleichermaßen.
Markdown-Versionen und llms.txt als günstige Ergänzung für Agenten, automatisch aus dem CMS erzeugt.
Wer bei Punkt 4 anfängt, hat Geld für das Falsche ausgegeben.
Quellen:
Does llms.txt work? – Optimizely, Oktober 2026 (Übersicht über Googles Aussagen, die Lighthouse-Prüfung und vier Logauswertungen)
The llms.txt Experiment – Otterly (90-Tage-Test, 84 von über 62.000 Zugriffen)
llms.txt-Studie – Ahrefs (137.210 Domains, Mai 2026; welche Tools die Datei abrufen)
Eine llms.txt ist eine kleine Textdatei im Wurzelverzeichnis deiner Website. Sie beschreibt Sprachmodellen strukturiert, wer du bist und welche Inhalte wichtig sind. Für Google-Rankings und Googles KI-Antworten spielt sie laut Google keine Rolle. Sinnvoll ist sie als günstige Vorbereitung auf KI-Agenten – vorausgesetzt, die Grundlagen stimmen.
Frag direkt nach. Teste Prompts mit dem Wortlaut, mit dem du gefunden werden möchtest, in ChatGPT, Perplexity und Gemini. Halte die Antworten monatlich fest: Wirst du genannt? Stimmt, was über dich gesagt wird? So erkennst du Veränderungen.
Für Markdown-Versionen und llms.txt, vollständig in TYPO3 integriert, rechnen wir erfahrungsgemäß mit einem bis drei Entwicklertagen. Danach läuft alles automatisch mit.
Gutes SEO ist die Voraussetzung, und für Googles KI-Antworten ist es laut Google sogar ausreichend. Maschinenlesbare Textversionen sind eine sinnvolle Ergänzung für Tools und Agenten, die Websites direkt lesen. Sie ersetzen die Grundlagen nicht.
Unsere Lösungen haben sich in verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen bewährt.
Kontakt aufnehmen